Bertha-von-Suttner Realschule Köln-Vogelsang
Bertha-von-Suttner Realschule            Köln-Vogelsang

Soziale Kompetenzen

Besondere Gewichtung wird auf soziale Kompetenzen gelegt. Zusätzlich zum Fachunterricht und zum sozialen Lernen in der Erprobungsstufe fördern wir diese in folgenden Bereichen:

 

  • Streitschlichtung
  • Mobbing-Intervention
  • Trainingsraumprinzip
  • Lernhelfer
  • Sporthelfer

Streitschlichtung

Seit dem Schuljahr 2009/2010 werden jährlich an unserer Schule Streitschlichter/innen durch zwei Trainer ausgebildet. Wir orientieren uns hierbei am Bensberger Modell von 2010 (Anders streiten lernen – Konflikte schlichten in der Sekundarstufe).

Die Ausbildung der Schlichterinnen und Schlichter findet im 8. Schuljahr statt. Über den Zeitraum eines Schuljahres werden die Schüler/innen im Rahmen einer wöchentlichen AG im Nachmittagsunterricht
trainiert.

 

Ziele der Streitschlichtung in der Schule sind unter anderem die Mediation in die Verantwortung der Schüler/innen zu übertragen und Selbstverantwortung und Autonomie der Schüler/innen auszubilden und zu stärken. Zudem gilt es Alternativen zu macht- und gewaltorientierten Konfliktstrategien aufzuzeigen und für Schüler/innen erlebbar zu machen.

 

Als Inhalte werden das Aktive Zuhören, Ich-Botschaften, Körpersprache, das Sammeln von Lösungsvorschlägen. Das Führen und schlichten von Konfliktgesprächen und die eigene Organisation der schulinternen Streitschlichtung erarbeitet. Rollenspiele gehören hier als grundlegende Methode zur Ausbildung der Schlichter/innen.

 

Im zweiten Ausbildungshalbjahr findet ein Praxistest mit 'schauspielernden' oder auch realen Streitlingen statt. Eine schriftliche Überprüfung findet am Ende des Ausbildungsjahres statt. Beide Prüfungen zusammengenommen müssen 'befriedigend' ausfallen, damit die Schüler/innen im 9. Schuljahr aktiv als Streitschlichter/innen an unserer Schule arbeiten können. Eine Urkunde, überreicht durch die Schulleitung in einem internen feierlichen Rahmen, schließt die Ausbildung ab.

 

Die Streitschlichter beginnen das Schuljahr mit einem Informationsgang durch die neuen 5er- und die 6er/7er-Klassen. So haben die Schüler/innen konkrete Ansprechpartner und die Streitschlichter sind keine Unbekannten mehr.

 

Die Schlichtungsgespräche finden innerhalb der Pausen im Vormittag und während der halben Übermittagspause statt. Nicht alle Pausen sind besetzt, die Schüler/innen können sich anhand eines Aushangs im Foyer darüber informieren, in welchen Pausen sie die Streitschlichter in ihrem Schlichtungs-Raum antreffen.

Den einladenden Raum gestalten sich die neuen aktiven Schlichter jedes Jahr selber neu.

 

Für jedes aktive Jahr als Streitschlichter/in erhalten die Schüler/innen eine Urkunde und eine entsprechende Bemerkung auf ihrem Zeugnis.

Mobbing-Intervention: No Blame Approach

In nahezu jeder Schulklasse kommt Mobbing vor. „Wie die wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, gibt es keine von Mobbing freien Zonen. Unabhängig vom Standort (Stadt oder Land) und unabhängig von der Schulform (Grundschule, Hauptschule, Gesamtschule, Gymnasium, ...) wurden in allen Schulklassen von Mobbing betroffene Schüler und Schülerinnen identifiziert“ (no-blame-approach.de/mobbing_schule.html, 23.07.2013).

 

Zu den schwerwiegenden Folgen von Mobbing gehören die Verletzung der Würde des Kindes und der Verlust an Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dadurch lassen die schulischen Leistungen häufig nach und die Schüler/innen isolieren sich und zeigen depressive Tendenzen. Es können begleitende Erscheinungen wie Schlafstörungen, Nervosität, Bauch- und Kopfschmerzen sowie Albträume auftreten.

 

Leider hört Mobbing meist nicht von alleine auf! Mobbing ist kein Problem, das man dem betroffenen Kind zuschreiben kann. Mobbing bezieht sich nicht nur auf einzelne Schüler/innen, sondern betrifft immer ein ganzes Klassengefüge. Nicht mobbende Schüler/innen tragen das Mobbing meist passiv mit. Um Mobbing zu stoppen ist eine pädagogische Intervention durch Fachkräfte nötig!

 

Zwei ausgebildete Fachkräfte leiten an unserer Schule die Mobbing-Intervention mithilfe des No Blame Approach (wörtlich „Ansatz ohne Schuldzuweisung“), der seinen Ursprung in England hat. Mitte der 80er-Jahre entwickelten Barbara Maines und George Robinson diesen Ansatz. Im deutschsprachigen Raum hat Christopher Szaday 2002 den Ansatz bekannt gemacht. Inzwischen wird mit dem No Blame Approach in der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und auch in ersten Ansätzen in Österreich gearbeitet.

 

Das besondere und wirkungsvolle an diesem Ansatz ist, dass – trotz der schwerwiegenden Mobbing-Vorfälle – auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen verzichtet wird. Der Ansatz ist somit Lösungs- und nicht Problemorientiert und richtet den Blick darauf, konkrete Ideen zu entwickeln, die eine bessere Situation für das von Mobbing betroffene Kind herbeiführen. Der Fokus liegt auf den Lösungen, die dazu beitragen, das Mobbing zu stoppen.

 

Die Erfahrungen an unserer Schule mit diesem Ansatz sind durchweg positiv. Wir machen die Erfahrung, dass immer mehr Schüler/innen offener mit dem Thema Mobbing umgehen und gerne Hilfe annehmen. Dadurch entsteht für uns überhaupt erst die Möglichkeit der Intervention.

Trainingsraumprinzip

Eltern, Lehrer/innen und Schüler/innen unserer Schule haben am 11.05.2009 in der Schulkonferenz, gemeinsam beschlossen, das Trainingsraum-Programm ab dem 26.10.2009 an unserer Schule hinzuführen. Das Programm soll einen störungsfreien Ablauf des Unterrichts ermöglichen und so wertvolle
Unterrichtszeit erhalten. Die Hauptidee des Trainingsraum-Programms besteht darin, allen Schülern einen entspannten und ungestörten Unterricht zu ermöglichen, sowie häufig störenden Schüler/innen Hilfen anzubieten ihr Sozialverhalten zu verbessern. Im Trainingsraum haben die Schüler die Möglichkeit, unter Anleitung eines Lehrers über ihr Verhalten im Unterricht nachzudenken. Dabei sollen die Kinder dazu angeleitet werden, die Rechte anderer zu respektieren und verantwortlich für sich und andere zu denken und zu handeln.

 

Die grundsätzlichen Regeln in der Schule lauten dazu:

  • Jeder Schüler hat das Recht ungestört zu lernen.
  • Jeder Lehrer hat das Recht ungestört zu unterrichten.
  • Jeder muss stets die Rechte des anderen beachten und respektieren.

In Anlehnung daran gelten die grundsätzlichen Klassenregeln. Wer sich nicht an die Regeln hält, stört den Unterricht. Je nach Ausmaß der Störung tritt ein abgestuftes Verfahren in Gang: Es wird hierbei (nach einer möglichen ersten Ermahnung) die sogenannte Ausdrückliche Ermahnung ausgesprochen (der Schüler muss sich entscheiden: im Klassenraum bleiben, d.h. störendes Verhalten einstellen oder im Trainingsraum über sein Verhalten nachdenken), auf die bei weiterer Störung der Verweis in den Trainingsraum folgt.

 

Nach dem Verlassen des Klassenraums begibt sich der Schüler direkt zum Trainingsraum für eigenverantwortliches Handeln. Dort erstellt er unter Aufsicht eines Lehrers und mithilfe eines vorgegebenen Fragebogens einen schriftlichen Plan, wie er sich in Zukunft verhalten möchte, um weitere Störungen zu vermeiden. Anschließend findet ein Gespräch mit der Lehrkraft, die ihn aus dem Unterricht verwiesen hat, statt.

 

Sollten Schülerinnen oder Schüler während eines Schulhalbjahres häufig den Unterricht stören, so werden weitere Konsequenzen bis hin zur Teilkonferenz und Odnungsmaßnahme wirksam.

 

Evaluationen innerhalb des Kollegiums und der Schüler/innen zeigen, dass das Trainingsraumprogramm positiv bewertet wird und sich als wichtiger und fester Bestandteil innerhalb unserer Schule etabliert hat.

Lernhelfer

Die Lernhelfer werden in einer Arbeitsgemeinschaft der Klassenstufe 8 ausgebildet. Qualifizierte Schülerinnen und Schüler helfen in den Lernzeiten der Orientierungsstufe bei den Hausaufgaben und üben mit ihnen für Klassenarbeiten.

Sporthelfer

Die Sporthelfer werden in einer Arbeitsgemeinschaft der Klassenstufe 8 ausgebildet. Qualifizierte Schülerinnen und Schüler betreuen in der Mittagspause oder in einer AG verschiedene Schülerinnen und Schüler.

Hier finden Sie uns:

Bertha-von-Suttner Realschule 
Kolkrabenweg 65
50829 Köln

 0221 261130

sekretariat@suttnerschule-koeln.de


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